Härtefallhilfe für Unternehmen (Stand 18. Januar 2020)

Was ist Härtefallhilfe für Unternehmen?
Unternehmen, die seit dem 1. November 2020 während mindestens 40 Kalendertagen behördlich geschlossen wurden oder die im Zeitraum von Januar 2020 bis Juni 2021 während 12 aufeinanderfolgende Kalendermonaten einen Umsatzrückgang von mehr als 40% erleiden, werden vom Bund und Kanton finanziell unterstützt.

Wie gehen Unternehmen vor, um finanzielle Unterstützung zu erhalten?
Unternehmen reichen beim Kanton ein Gesuch um eine Sofortunterstützung (à-fonds-perdu Beitrag) oder eine Bürgschaft ein. Ein Unternehmen kann nicht beides beantragen.

Link zum Merkblatt Härtefallhilfe Kanton Bern:

https://www.vol.be.ch/vol/de/index/wirtschaft/Covid-Support.assetref/dam/documents/VOL/BECO/de/corona/Merkblatt-Haertefallhilfe-DE.pdf

Karenzfrist wird rückwirkend per 1. September 2020 und bis zum 31. März 2021 aufgehoben

Die Karenzfrist stellt einen Selbstbehalt im Sinne einer Schadensminderungspflicht für die Unternehmen während jedem Bezugsmonat von Kurzarbeit dar. Seit September 2020 galt eine Karenzfrist von einem Tag (minimale durch das Arbeitslosenversicherungsgesetz vorgesehene Frist). Um weitere Hürden zum Einsatz von Kurzarbeitsentschädigung (KAE) abzubauen und die Liquidität von Unternehmen zu verbessern, wird rückwirkend ab 1. September 2020 und bis zum 31. März 2021 ganz von einer Karenzzeit abgesehen. Dies entspricht der Befristung des summarischen Verfahrens.

Die Arbeitgeber brauchen infolge dieser rückwirkenden Änderung nichts zu unternehmen. Die Arbeitslosenversicherung wird ihre Abrechnung von sich aus anpassen und ihnen die Differenz für die Karenztage ausbezahlen.

Medienmitteilung Bundesrat vom 20.01.2021